Das
Bachische Collegium Musicum ist aus dem von
Georg Philipp Telemann 1701 gegründeten
Collegium Musicum hervorgegangen, welches Johann
Sebastian Bach ab 1729 über zwölf
Jahre leitete. 1979 wurde es vom Leipziger Universitätsmusikdirektor
Max Pommer zu neuem Leben erweckt.
Das „Bachische Collegium“, wie es
zu Bachs Zeiten bald hieß, wurde zum unmittelbaren
Vorläufer des 1743 gegründeten „Großen
Concerts“, das ab 1781 in den Gewandhauskonzerten
bis zum heutigen Tag seine Fortsetzung findet.
So ist es auch kein Zufall, daß sich das
heutige „Neue Bachische Collegium Musicum“
aus Musikern des Gewandhausorchesters zusammensetzt.
1988 wurde dem Oboisten Burkard Glaetzner die
Leitung des Ensembles übertragen. Seit
2003 ist nunmehr der Geiger Albrecht Winter
Leiter bzw. Konzertmeister des Collegiums.
Die Musiker des NBCM befassen sich intensiv
mit historischer Instrumental- und Aufführungspraxis
und suchen nach Möglichkeiten, die wissenschaftlichen
Erkenntnisse auf modernem Instrumentarium
umzusetzen. Damit setzt sich das NBCM bewußt
von anderen Ensembles alter Musik ab. Gleichzeitig
experimentiert es auch mit Konzertformen,
so erhellt zum Beispiel der künstlerische
Leiter Prof. Albrecht Winter in seinen Conferencen
in den Bachischen Abend-Musicken manches Detail
um Lebenswandel und Eigenheiten der Komponisten.
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