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| Das „Bachische“ Collegium
musicum |
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| Bachs Interesse
bei der Amtsnachfolge an der Neukirche war offensichtlich:
Ohne qualifizierte Musiker waren seine Projekte
nicht zu realisieren. Daher wollte er unbedingt
das Collegium Musicum an St. Thomas binden,
zumal damit auch Nutzungsrechte an den Instrumenten
des Cafétiers Zimmermann verbunden waren.
Schotts Nachfolger Carl Gotthelf Gerlach, dem
normalerweise die Leitung zugestanden hätte,
wurde von Bach wohl erst für die Stelle
empfohlen, nachdem er auf das Collegium Musicum
verzichtet hatte. Dem Thomaskantor eröffne-ten
sich nun neue Perspektiven: Er konnte seine
großen geistlichen Werke (wie etwa die
Matthäuspassion) in den Hauptkirchen realisieren,
und er konzertierte zur Winterzeit im Zimmermannischen
Kaffeehause, sommers im Garten „vor dem
Grimmaischen Thore“. Das Bachische Collegium
trat häufig auch bei „extraordinairen“
Veran-staltungen in Erscheinung wie etwa den
Ratswechselfeiern. |
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| Bis zum Tod des Cafétiers
Zimmermann 1741 hat Bach das Collegium Musicum
geleitet, danach ging seine Direktion pikanterweise
wieder an Gerlach zurück, dem Mann, der
es ursprünglich hatte abtreten müssen.
Wahr-scheinlich aber konnte Bach (schaut man
beispielsweise auf die Kompositionen nach 1741)
weiterhin bei großen Figuralmusiken mit
der Unterstützung des Collegiums rechnen.
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| Die große
Zeit der Leipziger Collegia war zu diesem Zeitpunkt
ohnehin vorbei. 1743 wurde von Leipziger Kauf-leuten
das Konkurrenzunternehmen „Großes
Concert“ gegründet, welches zum unmittelbaren
Vorläufer der heutigen Gewandhauskonzerte
wurde. |
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| Der Neukirchenmusikdirektor
ist 1751 letztmalig als Leiter des Collegium
Musicum nachweisbar. |
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